Jeden Tag ein Stück Natur

Jeden Tag ein Stück Natur – das Seitenmotto – will nicht allein den Artenverlust beklagen. “Jeden Tag ein Stück Natur” heißt auch die Augen zu öffnen für unsere Mitwesen. Wenn Feldhase oder Hamster, die einmal Gewinner der Inanspruchnahme des Landes durch den Menschen waren, heute akut vom Aussterben bedroht sind, dann entwickeln wir aufwendige Rettungsaktionen….

Du gehst zu Fuß?

Wenn ich jemandem sage, dass ich am liebsten zu Fuß gehe, ernte ich in aller Regel einen erstaunten Blick. Und eine Frage: „Wie, Du gehst zu Fuß?“ Mein Gegenüber erwartet dann immer eine Erklärung wie zum Beispiel: Ich tue das für meine Gesundheit. Ich gehe, um abzunehmen. Ich will ein Zeichen setzen für weniger Energieverbrauch….

Korallen der Wälder

Für mich sind sie die Korallen der Wälder. Diesen bunten Strauß von unterschiedlichen Baumpilzen habe ich auf einem meiner Streifzüge im Ahrtal entdeckt. Zwar sind die kleinen unbeachteten Schönheiten am Wegesrand eine der weltweit häufigsten Pilzarten, aber erst seit ich am liebsten zu Fuß gehe, haben sie mein Interesse geweckt. Die dünnfleischigen Baumpilze aus der…

Vom Leben und vom Sterben

Ich habe mal von einer buddhistischen Achtsamkeitsübung gelesen, die dem Menschen empfiehlt, die Augen zu öffnen für Bilder, in denen man die Vergänglichkeit und das Sterben erkennen kann. Bei meinem heutigen Herbstspaziergang habe ich eine zerfallende Bank entdeckt. Es muss schon lange her sein, dass ein Wanderer sich hier ausgeruht und seine Stullen gegessen hat….

Wie wenig wir doch wissen

„Birding“ heißt ein neues Trendhobby, das aus England stammend den europäischen Kontinent erobert. Worum geht es dabei? „Hinschauen, Vogel sehen, freuen, fertig.“ beschreibt es das Ratgeberbuch „Birding für Ahnungslose“. Für den fortgeschrittenen Birder geht es aber um mehr als nur sehen und freuen. Wie bei der klassischen Jagd muss man sich anpirschen oder geduldig abwarten…

Solidago und Balteatus

Hainschwebfliege auf Goldrute – sind sie nicht schön? Die wissenschaftlichen Namen der beiden Arten klingen zusammen wie ein archaischer Mythos. Die Fliege (Episyrphus balteatus) ist ein Wanderinsekt, das die kalte Jahreszeit im wärmeren Gefilden verbringt. Begattete Weibchen können überwintern und sind deswegen manchmal an warmen Wintertagen zu beobachten. Die meisten Tiere, insbesondere die Weibchen der…

Hummeln im Herbst

Die Zeit der Hummelflüge ist bald vorbei. Bis zum Ende des Monats werden alle Drohen, Arbeiterinnen und Altköniginnen gestorben sein. Nur die begatteten jungen Königinnen werden den kommenden Winter überleben und im nächsten Frühjahr beginnt ein neuer Lebenszyklus für die goßen, sympathischen Insekten.Noch braucht diese Hellgelbe Erdhummel Pollennahrung und Energie. Die noch volklosen Jungköniginnen suchen…

Seltene Schönheit

Heute im unteren Illertal an der Schlossmauer des barocken Vöhlinschlosses dokumentiert (erstmals?) die Efeu Seidenbiene. Laut Wikipedia ist hier definitiv nicht ihr Verbreitungsgebiet: „Das Verbreitungsgebiet ist noch nicht gründlich erforscht, bisher wurde die Art von Spanien, Niederlande, Großbritannien und Frankreich im Westen über Deutschland und Schweiz bis nach Kroatien gefunden. In Deutschland konzentriert sich die…

Schönling auf Dahlie

Gold, so liest man, hatte bei den Azteken nicht den besonderen Wert, den wir dem Edelmetall zusprechen. Die Federn der bunt gefiederten Quetztalvögel oder Jade galten in der mittelamerikanischen Hochkultur als wesentlich wertvoller. Und vielleicht auch die Dahlien in ihren unzähligen Hybridformen. Sie stammen aus Mittelamerika und wurden schon von den Azteken kultiviert. Die Knollen…

Endlich Regen!

Der Herbst ist da und bringt uns Regenwetter und deutliche Abkühlung. Endlich, möchte ich hinzufügen. Es war so lange trocken, dass die Bauern, die ihre Felder auf den Winter vorbereiten, riesige Staubfahnen mit ihren Traktoren erzeugen. Die Natur hat diesen Regen dringend gebraucht. Das Wetter unterschätzt hat diese Schwebfliege. Steif und klamm sitzt sie regungslos…

Grashüpfer im Tarnanzug

Sich unsichtbar machen und bewegungslos abwarten, was passiert, ist nicht immer die beste Überlebensstrategie. Vor allem nicht für ein kleines Insekt auf einem viel begangenen Schotterweg. Ich bin schließlich kein indischer Jain. Die Nonnen und Mönche dieser indischen Sekte fegen mit einem Besen sanft die Insekten von der Strasse fegt, damit sie keins zertreten. Dieser…